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Startseite / Blog / Soll ich mein Handy versichern?

Soll ich mein Handy versichern?

Top-Smartphones sind nicht selten ein paar hundert Euro wert. Ob Samsung, Apple oder Sony, unter 600 Euro geht bei neuen Smartphone Modellen nichts mehr. Umso ärgerlicher, wenn das teure Smartphone verloren geht, beschädigt oder gestohlen wird.

Da stellt sich vielen Smartphone Besitzern die Frage, ist es sinnvoll eine Handyversicherung abzuschließen und so den finanziellen Schaden zu minimieren? Anbieter für Handyversicherungen gibt es viele. Ob es die Mobilfunkanbieter selbst sind, der Handel wie Amazon, Saturn oder Media Markt oder auch Versicherungen, die mit Handyversicherungen werben, die Auswahl ist groß und leider auch unübersichtlich. Und wie so oft gilt auch im Bereich der Handyversicherungen, geworben wird viel. Gehalten am Ende viel weniger. Eine Handyversicherung lohnt sich nur in seltenen Fällen.

Stattdessen sollte der Handybesitzer umgehend seine SIM-Karte sperren lassen und einen möglicherweise vorhandenen Diebstahlschutz des Smartphones aktivieren. Der Schaden, der durch die Nutzung des Handys im Falle eines Verlustes oder Diebstahls entsteht, ist nicht selten höher als der Wert des Handys.

Wenn schon Hausrat- oder Haftpflichtversicherung schützen

Jeder Handybesitzer, der bereits über eine Hausratversicherung verfügt, ist bei einem Einbruch mit Diebstahl des Handys bereits über seine Hausratversicherung geschützt. In diesem Fall müssen Hausratversicherungen den Neuwert des Handys bezahlen. Wird das Handy bei einem Raub gestohlen, also mit Gewalt entwendet, haftet auch hier die Hausratversicherung.

Verursacht eine andere Person einen Schaden am Handy, lässt es zum Beispiel fallen oder fällt ein Glas Wasser um, muss dessen Haftpflichtversicherung für den Schaden aufkommen. Im Gegensatz zur Hausratversicherung übernimmt die Haftpflichtversicherung nur den Zeitwert des Gerätes. Meist sind es nach einem Jahr noch 80% und nach zwei Jahren noch 60% des Kaufwertes.

In allen genannten Schadensfällen wäre eine Handyversicherung also überflüssig. Defekte des Handys sind außerdem oft über die Gewährleistung oder Händlergarantien gedeckt. Ein weiterer Grund, der gegen eine Handyversicherung spricht.

Hohe Kosten und geringe Versicherungsleistungen

Nun ist das Handy ein Gegenstand, der bei vielen Verbrauchern zum 24-stündigen Begleiter geworden ist. Ob im Restaurant, im Schwimmbad, unterwegs oder im Job, das Smartphone ist überall dabei. Viele Gelegenheiten in denen etwas passieren kann. Das Handy fällt herunter und das Display ist gesplittert. Versehentlich wird das Handy unter Wasser gesetzt, weil es zum Beispiel ins Waschbecken fällt. Das Handy wird im Restaurant auf dem Tisch liegen gelassen, während man zur Toilette geht oder es wird aus der Jacke gestohlen, die an der Garderobe hängt. Man ist abends feiern gewesen und hat das Handy im Getümmel einfach verloren.

Nun könnte man meinen eine Handyversicherung ist die perfekte Lösung für alle Missgeschicke und Diebstähle, die den Handybesitzer ereilen können. Schließlich wird vollmundig geworben. Diebstahlschutz, Schutz bei Schäden wie Herunterfallen oder Feuchtigkeit, der Handybesitzer wiegt sich in Sicherheit und zahlt bereitwillig zwischen 120 und bis zu 300 Euro für seine Handyversicherung. Schließlich ist die Beitragssumme immer noch günstiger als die Reparatur oder die Neuanschaffung. Wäre sie auch, wenn Versicherungen tatsächlich immer so bereitwillig den Schaden ersetzen würden, wie sie im Werbeversprechen ankündigen.

Die Sorgfaltspflicht des Handybesitzers

Die Sorgfaltspflicht des Handybesitzers wird bei Vertragsabschluss der Handyversicherung meist nicht erwähnt und ist am Ende nur im Kleingedruckten des Versicherungsvertrages zu finden. Realität ist, ein Handy, das vom Tisch im Restaurant oder aus der Jacke an der Garderobe gestohlen wird, wird keineswegs von der Versicherung ersetzt. Der Versicherer setzt voraus, dass der Dieb wenigstens ein Hindernis zu überwinden hat. Das bedeutet, ein Handy, das unachtsam in der Öffentlichkeit, in der Turnhalle oder im Restaurant liegen gelassen wurde, ist nicht versichert und wird demnach auch nicht ersetzt. Leider gilt das auch für ein Smartphone, das achtlos fallen gelassen wurde. Häufig werden auch Nachtklauseln nicht erwähnt, die beinhalten, dass der Versicherungsschutz nur zwischen sechs und 22 Uhr greift. Ist die ordnungsgemäße Funktion des Handys gewährleistet und sind die Funktionen nicht beeinträchtigt, kann es ebenfalls zu einer Zahlungsverweigerung seitens der Versicherer kommen.

Fazit: Versicherungsgesellschaften haben eine Vielzahl verschiedener Klauseln verankert, die eine Handyversicherung oftmals unnütz werden lassen. Wer am Ende nicht auf eine Handyversicherung verzichten möchte, sollte sich gleich die erste Versicherung im Handel oder beim Mobilfunkanbieter unterschreiben. Ein Versicherungsvergleich spart bares Geld und bringt am Ende nicht selten auch bessere Leistungen. Neuwert und aktuellen Wert des Smartphones berechnen, Selbstbehalt mit einbeziehen und noch vor dem Abschluss der Handyversicherung selbst ausrechnen, ob sich die Handyversicherung wirklich lohnt. Erst dann ist der Versicherungsnehmer wirklich auf der sicheren Seite.