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Auslandstelefonie – worauf muss ich beim Telefonieren im Ausland achten?

Die Auslandstelefonie ist seit vielen Jahren das Schreckgespenst der Handy- und Smartphonenutzer. Nach den erholsamen Wochen am Strand kam die Rechnung des Mobilfunkanbieters, die den Urlaub nicht selten um ein Vielfaches verteuerte. Dabei wollte man doch nur mal eben zuhause anrufen und kurz berichten wie gut das Hotel ist. Vielleicht hat man auch nur zwei oder drei Fotos nach Hause geschickt und wollte zeigen, wie schön der Urlaubsort ist.

Ist die Angst vor mobilen Auslandsgesprächen mit dem Smartphone immer noch berechtigt?

Auf die völlige Abschaffung der Roaming-Gebühren konnten sich die 28 EU-Mitgliedsstaaten nicht einigen. Erst Anfang März 2015 traf sich die EU-Kommission zur Beratung, mit einem enttäuschenden Ergebnis. Frühestens Mitte 2018 wird eine weitere Beratung stattfinden, in der die komplette Abschaffung der Roaming-Gebühren erneut geprüft wird. Bis dahin gelten die Regelungen, die am 01. Juli 2014 festgelegt wurden. Immerhin profitieren Mobilfunkkunden von erneut gesunkenen Preisen.

Doch was bedeutet Roaming überhaupt?

Der Begriff Roaming kommt aus dem Englischen und bedeutet übersetzt „umherwandern“. Telefoniert ein Verbraucher im EU-Ausland, nutzt er dazu erst einmal die Mobilfunknetze, die im Urlaubsland verfügbar sind. Roaming-Gebühren entstehen dann durch die Weiterleitung von Gesprächen und Daten in das landeseigene Netz. Im Jahr 2012 erzielten Mobilfunkanbieter noch 5 Milliarden Euro Umsatz. Da verwundert es nicht, dass die Senkung / Abschaffung der Roaming-Gebühren so zögerlich verläuft.

Welche Kosten dürfen für die Auslandstelefonie maximal berechnet werden?

Bis zu einer weiteren Änderung seitens der EU-Kommission sind aktuell folgende Obergrenzen festgelegt:

  • Telefonie aus dem EU-Ausland maximal 22,6 Cent / Minute
  • Annahme eines Gesprächs im EU-Ausland 6 Cent / Minute
  • SMS-Versand aus dem EU-Ausland maximal 7,1 Cent
  • Surfen im EU-Ausland maximal 23,8 Cent pro Megabyte
  • SMS-Empfang kostenlos

Was hat sich zuletzt geändert?

Vor dem Inkrafttreten der Neuerungen kostete ein Telefongespräch aus dem EU-Ausland 24 Cent / Minute zuzüglich Mehrwertsteuer, eine SMS 9,5 Cent und für ein Megabyte Datenvolumen wurden 53,5 Cent berechnet. Hier wurde die Preissenkung am deutlichsten, denn vor dem Sommer 2012 zahlten Nutzer bis zu 4 Euro pro verbrauchtem Megabyte. Mit einem Megabyte kann man etwa 100 Mails ohne Anhang versenden, eine Stunde surfen oder einen Musiktitel downloaden. Mit den heutigen 23,8 Cent pro Megabyte haben sich vor allem die Kosten für mobiles Surfen im EU-Ausland deutlich gesenkt. Doch Vorsicht, alle angegebenen Kosten gelten nur für das EU-Ausland. Übersee und Asien sind nicht inbegriffen, hier gelten weiterhin eigene Tarifmodelle.

Übrigens der Mobilfunkanbieter E-Plus der erste Anbieter in Deutschland, der für seine Discountmarken die Roaming-Kosten zum Teil ganz gestrichen hat. In Deutschland und im EU-Ausland wurden nur noch pauschal 9 Cent / Minute für die Auslandstelefonie berechnet.

Monatliches Kontingent für die Auslandstelefonie oder flexibel zu buchen?

Für den Nutzer stellt sich die Frage, lohnt sich ein festliches monatliches Kontingent oder soll ich besser flexibel zu buchen? Diese Frage lässt sich am einfachsten mit den Nutzungsgewohnheiten beantworten. Brauche ich die Auslandstelefonie einmal im Jahr, wenn der Sommerurlaub ansteht oder halte ich mich häufiger im Ausland auf? Die Telekom bietet zum Beispiel Roaming-Optionen an, die sich entweder für 1 Monat oder 12 Monate buchen lassen. Die Optionen lassen sich zum bestehenden Mobilfunkvertrag zu buchen. Somit bleibt der Nutzer unabhängig und kann den einen Monat genau dann buchen, wenn er benötigt wird.

 

Vodafone lässt seine Kunden ebenfalls recht flexibel wählen. Hier kann man vor dem Reiseantritt das gewünschte Urlaubsland auswählen, sieht die entstehenden Kosten für die Auslandstelefonie und bekommt dann passende Optionen angezeigt, die flexibel dazu gebucht werden können. Vertragskunden können zusätzlich vom Vodafone Reiseversprechen profitieren. Das Reiseversprechen wird kostenlos zum Bestandstarif gebucht. Anschließend kann man für einmalig 75 Cent / Gespräch plus günstige Telefonminuten von 36 Urlaubsländern günstig telefonieren. Auch der Mobilfunkanbieter otelo hat die Roaming Funktion für seine Kunden freigegeben. Hier kann man bereits ab 0,238 Euro / Megabyte im Ausland surfen. Für die Kosten der Auslandstelefonie hat otelo ein separates PDF-Dokument bereitgestellt. Außerdem können International- und Roaming-Optionen jeweils für 1 Monat gebucht werden.

 

Wer sich nur ein- oder zweimal im Jahr für den Urlaub im Ausland aufhält, ist mit den flexiblen Optionen, die für 1 Monat gebucht werden können, sicher gut beraten. Vor dem Urlaub weiß man genau, welches Kontingent zur Verfügung steht und die Kosten fallen nur an, wenn man sich auch wirklich im Ausland aufhält. Für Geschäftsreisende, die sich regelmäßig im Ausland aufhalten lohnen sich Tarife, die jeden Monat ein Kontingent für die Auslandstelefonie beinhalten. Hier sind wir von Mobilfunktarifen mit 2-Jahresvertrag ausgegangen. Telefonieren Prepaidkunden genauso flexibel im Ausland?

Prepaid-Auslandstarife

Ja, Prepaidkunden telefonieren ebenfalls günstig im Ausland. Hier bietet Vodafone zum Beispiel CallYa Reisepakete mit denen man schon ab 3,00 Euro / Tag günstig aus dem Ausland telefonieren kann. Außerdem sind für Vodafone Prepaidkunden CallYa Roaming Optionen, World Date und WebSessions International erhältlich.

Gleiches bietet die Telekom ihren Prepaidkunden. Hier kann man Auslands-Pakete komplett buchen, in denen Surfen, Telefonieren und SMS-Versand enthalten. Wählbar sind aber auch einzelne Bausteine, so dass man mit Xtra nur Surfen kann, nur Telefonieren oder auch Telefonieren und SMS-Versand ohne mobile Daten. Prepaidkunden haben gegenüber Vertragskunden keine Nachteile für die Auslandstelefonie.

Ich möchte die Auslandstelefonie nicht nutzen.

Möchte man die Auslandstelefonie gar nicht nutzen, weil man schon vor Urlaubsantritt weiß, dass man zum Beispiel öffentliche Telefonzellen nutzt, lässt sich die Roaming-Option bei jedem Handy und Smartphone abschalten. Auch die Mailbox-Abfrage aus dem Ausland lässt sich vor Urlaubsantritt abschalten. Ein weiterer Kostenschutz ist die EU-Kostenbegrenzungsfunktion. Hat man sich zuvor nicht um eine Auslandsoption gekümmert oder ist das enthaltene Kontingent verbraucht, werden die Leistungen automatisch bei einer Grenze von 59,50 Euro gestoppt. Jetzt muss der Nutzer erst ausdrücklich zustimmen, weitere Auslandsleistungen zu nutzen, die weitere Kosten verursachen. Die Auslandstelefonie im EU-Ausland kostet also nie mehr als 59,50 Euro, es sein denn, man stimmt zu.